Sprücheklopfer

Und da war noch . . .

. . . der sparsam-bizarre Wohnungseigentümer, der jahrelang sein privates Wasser aus dem Wasserhahn der Waschküche zapfte und in seine Wohnung im Obergeschoss schleppte.

. . . die geschädigte-erfinderische Eigentümergemeinschaft, die daraufhin den Wasserhahn in der Waschküche entfernte und nun selber kein Wasser mehr zum Putzen dort zapfen konnte.

. . . der sparsam-zugeknöpfte Wohnungsmieter, der nur ein Zehntel der Heizkosten seiner Nachbarwohnungen verbrauchte und immer wieder Schimmelpilz in seiner Wohnung beim Vermieter reklamierte.

. . . der logisch-siegesbewusste Wohnungsmieter, der sich über die gestiegenen Heizkosten beschwerte und gleichzeitig das Thermostat nicht höher drehen wollte, weil er dann einen Mehrverbrauch an Gas hätte.

. . . der abenteuerlustige-putzmuntere Wohnungsmieter, der entsorgte Mülltüten aus den Mülltonnen entahm, eine Inhaltskontrolle durchführte und dem sortierunfreudigen Mitmieter vor die Tür legte.

. . . der schelmische Wohnungseigentümer, der den Verwalter fragte: „Wenn die Instandhaltung und Pflege des Gemeinschaftseigentums doch Angelegenheit aller ist, wieso putzt dann meine Frau die Fenster?

. . . der Recht fordernde Wohnungseigentümer, der dem Verwalter androhte, sofort seinen Anwalt einzuschalten, wenn das Flachdach über seiner Wohnung undicht werden sollte.

. . . der pragmatische Verwalter, der diesem Wohnungseigentümer empfahl bei einer auftretenden Dachundichtigkeit den Verwalter zu informieren, damit er statt eines Rechtsanwaltes einen Dachdecker mit der Reparatur beauftragen könne.

. . . der unverhüllt-überraschte Wohnungseigentümer, der beim Kauf seiner Wohnung einen Stellplatz mit erworben hatte, den es gar nicht gab, da die betreffende Grundstücksfläche eine steile Böschung war.

. . . der grundsätzlich gegen alles stimmende Wohnungseigentümer, der schriftlich beim Verwalter Beschlussanträge stellte und den Verwalter per Vollmacht anwies gegen seine eigenen Anträge abzustimmen.

. . . der hitzköpfig-ungestüme Eigentümer, der wiederholt von der Eigentümergemeinschaft zur Zahlung auf Hausgeld verklagt werden musste und statt zu zahlen, sich mit einer Strafanzeige gegen den Verwalter rächte.

. . . der sich bei der Kostenverteilung benachteiligt fühlende Eigentümer, dem auch von der dritten Gerichtsinstanz bestätigt wurde, dass er zusammen mit dem Kauf seiner Wohnung unwiderruflich den Kostenverteilerschlüssel der Gemeinschaftsordnung akzeptiert habe.

 

mehr als gewohnt